Die schwere Rammsonde setzt auf dem sandigen Kies vor einer Baugrube in Augsburg-Oberhausen auf. In rund sechs Metern Tiefe zeichnen die Messaufnehmer den ersten deutlichen Widerstandssprung auf – typisch für den Übergang zu den quartären Schottern der Lech-Niederterrasse. Die bodenmechanische Untersuchung liefert genau diese Kennwerte, die Tragwerksplaner für die Gründung im Augsburger Stadtgebiet brauchen. Nur mit belastbaren Daten zu Lagerungsdichte, Konsistenz und Scherfestigkeit lassen sich Setzungen berechnen und der Grundbruch ausschließen. Vor allem in den südlichen Stadtteilen wie Haunstetten, wo mächtige Lösslehmdecken den tragfähigen Schotter überlagern, ist die kombinierte Erkundung durch Sondierung und Aufschluss unverzichtbar. Wer hier mit einer SPT-Bohrung die Schlagzahlen ermittelt, erhält ein klares Bild der Tragfähigkeit.
Die Lechtalterrasse in Augsburg zeigt auf engstem Raum extreme Wechsel: von tragfähigem Schotter bis zu setzungsempfindlichem Auelehm – ein Baugrund, der ohne detaillierte bodenmechanische Untersuchung nicht beherrschbar ist.
Fragen und Antworten
Wie tief muss eine bodenmechanische Untersuchung in Augsburg reichen?
Die Erkundungstiefe richtet sich nach der Gründungsart und der Baugrundsituation. Gemäß DIN 4020 sind für Einfamilienhäuser meist 6 bis 8 m ausreichend, sofern kein tieferreichender setzungsempfindlicher Boden vorliegt. In Augsburg erreichen die Bohrungen oder Sondierungen häufig die quartären Niederterrassenschotter in etwa 4 bis 7 m Tiefe.
Welche Kosten entstehen für eine bodenmechanische Untersuchung in Augsburg?
Die Kosten für eine normgerechte bodenmechanische Untersuchung in Augsburg liegen im Regelfall zwischen €2.940 und €5.220. Der Preis hängt vom Umfang der Feldversuche, der Anzahl der Sondierungen oder Bohrungen und dem erforderlichen Laborprogramm ab.
Wer darf eine bodenmechanische Untersuchung in Augsburg durchführen?
Die Durchführung obliegt einem geotechnischen Sachverständigen oder einem spezialisierten Ingenieurbüro mit akkreditierter Prüfstelle. Die Laboranalysen erfolgen unter Einhaltung der DIN EN ISO 17892-Reihe, die Berichterstattung muss den Vorgaben des Eurocode 7 (DIN EN 1997-1) entsprechen.
Welche Baugrundrisiken sind für Augsburg typisch?
Augsburg ist durch die Lage im Lech- und Wertachtal von Auelehmen, Torflinsen und schwankenden Grundwasserständen geprägt. Die organischen Weichschichten in den Flussniederungen sind stark setzungsempfindlich und können zu differenziellen Setzungen führen. Zudem können alte verfüllte Stadtbäche lokale Instabilitäten im Baugrund verursachen.