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MEHR ERFAHREN →Die Straßenbaugeotechnik bildet das Fundament jeder modernen Verkehrsinfrastruktur in Augsburg und ist weit mehr als nur die Untersuchung des Baugrunds. Sie umfasst sämtliche geotechnischen Leistungen, die für die sichere und langlebige Planung, Ausführung und Instandhaltung von Straßen, Wegen und Plätzen erforderlich sind. Von der ersten Erkundungskampagne über bodenmechanische Laborversuche bis hin zur fachtechnischen Beratung zur Verdichtung und zum Erdkörperaufbau deckt diese Kategorie alle Phasen ab, die für eine wirtschaftliche und normgerechte Straßenbefestigung notwendig sind.
Die Bedeutung einer gründlichen Straßenbaugeotechnik wird in der Region Augsburg durch die spezifischen geologischen Gegebenheiten unterstrichen. Die Stadt liegt im Übergangsbereich der quartären Schotterterrassen des Lechs und der feinkörnigen, bindigen Böden des Tertiärhügellands. Diese heterogenen Verhältnisse, die von hochverdichteten Kiesen und Sanden bis zu setzungsempfindlichen Schluffen und Tonen reichen, erfordern eine präzise Erkundung und eine auf das jeweilige Bauvorhaben zugeschnittene geotechnische Beurteilung. Nur so lassen sich unerwartete Setzungen, Frosthebungen oder ein Versagen des gesamten Straßenoberbaus zuverlässig vermeiden.

Die Planung und Ausführung im deutschen Straßenbau ist streng durch ein umfassendes technisches Regelwerk normiert, das die Basis für jede geotechnische Untersuchung in Augsburg darstellt. Maßgebend sind hier die ZTV E-StB (Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau) sowie die RStO (Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen). Diese Vorschriften definieren verbindlich die Anforderungen an die Verdichtung, die Tragfähigkeit und die Frostsicherheit des Untergrunds und Unterbaus, deren Nachweis durch spezifische Feld- und Laborversuche zu erbringen ist.
Die Anwendungsbereiche der Straßenbaugeotechnik in Augsburg sind vielfältig und betreffen Projekte jeder Größenordnung. Sie ist unverzichtbar für den Neubau von Bundesstraßen und Autobahnabschnitten wie der A8, gleichermaßen aber auch für die Erschließung neuer Wohn- und Gewerbegebiete, den Bau von Kreisverkehren oder die grundhafte Erneuerung innerstädtischer Hauptverkehrsachsen. Ein zentraler Baustein ist dabei die CBR-Studie für Straßenentwurf, die nach den Vorgaben der RStO die erforderliche Dicke des frostsicheren Oberbaus auf Basis der Tragfähigkeit des anstehenden Untergrunds festlegt. Ergänzt wird dies durch Untersuchungen zur umwelttechnischen Deklaration von Ausbauasphalt oder zur Wiederverwertbarkeit von Erdmassen.
Die Straßenbaugeotechnik umfasst alle ingenieurgeologischen und bodenmechanischen Leistungen für den Erd- und Straßenbau. Dazu zählen die Baugrunderkundung, Feld- und Laborversuche zur Bestimmung von Bodenkennwerten, die Klassifikation von Böden nach DIN 18196, die Beurteilung der Tragfähigkeit und Verdichtbarkeit sowie die Beratung zu Gründung, Frostsicherheit und Wiederverwendung von Baustoffen gemäß den nationalen technischen Regelwerken.
Zentral sind die ZTV E-StB für Erdarbeiten und die RStO für den Oberbau. Hinzu kommen die DIN 4020 für geotechnische Untersuchungen, die DIN EN ISO 17892 für Laborversuche und die DIN 18196 für die Bodenklassifikation. Diese Normen legen Art und Umfang der Erkundung, die erforderlichen Nachweise zur Verdichtung und die Bemessung des frostsicheren Aufbaus verbindlich fest.
Augsburgs Geologie ist durch den Lech geprägt und wechselt auf kurzer Distanz zwischen hochtragfähigen Schottern und setzungsempfindlichen Auelehmen oder tertiären Feinsedimenten. Diese Heterogenität birgt das Risiko von ungleichmäßigen Setzungen und Frosthebungen. Nur eine punktuelle Erkundung mit Kernbohrungen und Sondierungen kann die lokalen Baugrundverhältnisse zuverlässig abbilden und eine normgerechte Bemessung ermöglichen.
Typisch ist eine Kombination aus Feld- und Laborversuchen. Im Feld werden Rammsondierungen zur Lagerungsdichte und Plattendruckversuche nach DIN 18134 zur Bestimmung des Verformungsmoduls durchgeführt. Im Labor folgen die Klassifikation der Bodenproben durch Korngrößenanalyse und Zustandsgrenzen sowie Proctorversuche zur Ermittlung der optimalen Einbaufeuchte. Eine CBR-Studie für Straßenentwurf bestimmt abschließend die Tragfähigkeit des Untergrunds.
Wir betreuen Projekte in Augsburg und seinem Großraum.