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Die Bodenverbesserung in Augsburg umfasst Maßnahmen zur Tragfähigkeitssteigerung und Setzungsreduktion in den anspruchsvollen quartären Kiesen und Auelehmen der Lech- und Wertachebene. Gemäß DIN 4094-3 und den Empfehlungen des Arbeitskreises Baugrundverbesserung werden hierfür meist Tiefenverdichtungsverfahren herangezogen. Die Bemessung von Schottersäulen bietet sich besonders bei weichen, bindigen Zwischenschichten an, um eine kontrollierte Lastabtragung und Beschleunigung der Konsolidierung zu erreichen. Alternativ lässt sich mit der Bemessung der Rütteldruckverdichtung in rolligen, grobkörnigen Böden eine wirtschaftliche Tiefenverdichtung unter Einhaltung der lokalen Erschütterungsgrenzwerte umsetzen.
Diese Verfahren werden bei der Gründung von Gewerbebauten im Augsburger Güterverkehrszentrum, Wohnanlagen auf ehemaligen Kiesabbauflächen und Infrastrukturprojekten wie Regenrückhaltebecken erforderlich. Die Kombination mit einer präzisen Baugrunduntersuchung nach EC 7-2 ist unerlässlich, um Inhomogenitäten im Augsburger Untergrund zuverlässig zu erkennen. Ergänzend sichern wir die Qualität durch baubegleitende Rammsondierungen nach DIN EN ISO 22476-2, sodass eine nachweislich homogene und standsichere Baugrundverbesserung gewährleistet ist.
Drucksondierungen (CPT) und Bohrungen mit Probenentnahme zur Bestimmung des Schichtaufbaus. Entscheidend für die Wahl des Ankertyps und die Festlegung der Krafteintragungslänge.
Bestimmung von Reibungswinkel, Kohäsion und Steifemoduln aus Triaxial- und Rahmenscherversuchen. Nur mit echten Bodenkennwerten lässt sich die Mantelreibung realistisch ansetzen.
Erstellung der Standsicherheitsnachweise für aktive und passive Anker nach EC 7, inklusive Ermittlung der Prüflasten und Kriechmaßberechnung für Daueranker.
Durchführung und Auswertung der Prüfungen nach DIN EN 1537. Dokumentation der Last-Verformungskurven und Freigabe für den weiteren Bauablauf.
DIN EN 1997-1:2014-03 (Eurocode 7, Geotechnical design), DIN EN 1537:2013-08 (Ausführung von Spezialtiefbauarbeiten – Verpressanker), DIN 4084 (Gelände- und Böschungsbruchberechnungen)
Aktive Anker werden vorgespannt; die Bemessung erfolgt gegen Herausziehen mit Nachweis der inneren (Stahl) und äußeren Tragfähigkeit (Verbund). Passive Anker werden erst durch Bodenverformung aktiviert und benötigen einen Nachweis der Einbindelänge im Bruchkörper.
Die Kosten liegen je nach Umfang zwischen €960 und €3.890. Eine reine Vordimensionierung ist günstiger, ein vollständiger Standsicherheitsnachweis mit Laborprogramm liegt im oberen Bereich.
Wir arbeiten nach Eurocode 7 (DIN EN 1997-1) für die geotechnische Bemessung und nach DIN EN 1537 für die Ausführung. Bei Bauprodukten mit allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung gelten die ETA-Richtlinien.
Die freie Länge muss hinter die Gleitfuge reichen. Wir ermitteln den ungünstigsten Bruchkörper nach DIN 4084 und legen die freie Länge so fest, dass sie mindestens 1,5 m jenseits dieser Linie endet und die Verpressstrecke im tragfähigen Horizont sitzt.
Ein Anker wird stufenweise belastet und entlastet. Wir messen das Kriechverhalten über definierte Zeitintervalle. Besteht der Anker die Prüfung nicht, wird die Bemessung angepasst oder der Anker neu gesetzt – ein Risiko, das wir durch gute Vorerkundung minimieren.
Diese Leistung ergänzt unsere Laborversuche für eine umfassende Projektanalyse.
Wir betreuen Projekte in Augsburg und seinem Großraum.