StartseiteLabor

Labor in Augsburg

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

MEHR ERFAHREN →

Die Kategorie Labor im geotechnischen Kontext umfasst sämtliche bodenmechanischen und bodenphysikalischen Untersuchungen, die zur Beurteilung des Baugrunds in Augsburg und Umgebung erforderlich sind. Ohne eine fundierte Laboranalyse bleiben Baugrundgutachten lückenhaft, denn erst die präzise Bestimmung von Korngrößenverteilung, Konsistenzgrenzen oder Verdichtungseigenschaften erlaubt verlässliche Aussagen zu Tragfähigkeit, Setzungsverhalten und Wasserdurchlässigkeit. Gerade in einer dynamisch wachsenden Stadt wie Augsburg, wo innerstädtische Nachverdichtung und die Erschließung neuer Baugebiete im Fuggerstadt-Norden oder im Univiertel an der Tagesordnung sind, bilden diese Laborwerte das Rückgrat jeder wirtschaftlichen und sicheren Gründungsplanung.

Der Augsburger Untergrund ist geprägt durch pleistozäne Schotterterrassen des Lechs, die von mächtigen Lösslehmdecken überlagert werden. In den Tallagen und Altarmen finden sich zudem holozäne Auelehme und Torflinsen, deren ungünstige bodenmechanische Eigenschaften besondere Sorgfalt bei der Probennahme und Analyse verlangen. Die Korngrößenanalyse (Siebung + Hydrometer) ist hier unverzichtbar, um die oft heterogenen Kies-Sand-Schluff-Gemische korrekt zu klassifizieren und Frostempfindlichkeit sowie Filterstabilität zu bewerten. Ebenso spielen die Atterberg-Grenzen eine zentrale Rolle, da die bindigen Deckschichten bei wechselnden Wassergehalten zu erheblichen Volumenänderungen neigen und ihre Konsistenz unmittelbar die Standsicherheit von Böschungen und Baugruben beeinflusst.

Labor in Augsburg

Sämtliche Laborversuche in Deutschland müssen nach dem aktuellen Regelwerk der DIN 18196, DIN 18121 bis DIN 18137 sowie den Empfehlungen des Arbeitskreises Baugrund (EAB) durchgeführt werden. Für Augsburg gelten zudem die Vorgaben der Bayerischen Technischen Baubestimmungen (BayTB), die auf die Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (MVV TB) verweisen. Die normkonforme Durchführung einer Korngrößenanalyse nach DIN EN ISO 17892-4 stellt sicher, dass die Ergebnisse vor Gericht und gegenüber dem Baugrundsachverständigen Bestand haben. Auch die Bestimmung der Zustandsgrenzen nach DIN EN ISO 17892-12 ist für jede erdstatische Berechnung bindend, insbesondere wenn es um die Einstufung in Bodenklassen nach DIN 18300 geht.

Die Laborleistungen dieser Kategorie kommen bei nahezu jedem Bauvorhaben zum Tragen. Klassische Anwendungsfelder in Augsburg sind der Neubau von Mehrfamilienhäusern in den Stadtteilen Göggingen oder Haunstetten, die Errichtung von Gewerbehallen im Güterverkehrszentrum, der Straßen- und Kanalbau sowie die Sanierung historischer Bausubstanz in der Altstadt. Besonders bei der Planung von Versickerungsanlagen, die aufgrund der hohen Grundwasserstände in Lechnähe oft eine Herausforderung darstellen, ist die gesicherte Laboranalyse des Untergrunds unverzichtbar. Auch der Spezialtiefbau, etwa für Bohrpfahlgründungen im Bereich der ehemaligen Textilindustrieareale, benötigt exakte Kennwerte aus der Atterberg-Grenzen-Bestimmung, um Mantelreibung und Spitzendruck zuverlässig abzuleiten.

Benötigen Sie eine geotechnische Bewertung?

Antwort innerhalb von 24h.

E-Mail: kontakt@geotechnik.vip

Verfügbare Leistungen

Korngrößenanalyse (Siebung + Hydrometer)

→ Ver detalle

Atterberg-Grenzen

→ Ver detalle

Fragen und Antworten

Welche bodenmechanischen Laborversuche sind für ein Einfamilienhaus in Augsburg typischerweise erforderlich?

Für ein Einfamilienhaus wird in der Regel ein Mindestprogramm nach DIN 4020 gefahren. Dazu zählen die Bestimmung der Korngrößenverteilung zur Klassifikation des Bodens, die Ermittlung des natürlichen Wassergehalts sowie die Bestimmung der Atterberg-Grenzen bei bindigen Böden. Je nach Baugrundgutachten können zusätzlich Dichte-, Wasseraufnahme- oder einaxiale Druckversuche hinzukommen, um die Gründungsempfehlung abzusichern.

Warum sind die Atterberg-Grenzen für Baugrunduntersuchungen im Augsburger Stadtgebiet so wichtig?

Die Atterberg-Grenzen beschreiben die Übergänge zwischen fester, plastischer und flüssiger Konsistenz bindiger Böden. In Augsburg stehen häufig Lösslehme und Auelehme an, die bei Wasserzutritt zum Fließen neigen oder stark schrumpfen. Die Kenntnis von Fließ- und Ausrollgrenze ist essenziell, um Setzungsschäden zu vermeiden und die Scherfestigkeit für Böschungs- und Baugrubenstabilitäten korrekt anzusetzen.

Welche Normen und Vorschriften gelten für geotechnische Laboruntersuchungen in Bayern?

In Bayern gelten die Bayerischen Technischen Baubestimmungen, die auf die MVV TB verweisen. Konkret sind die Versuche nach den einschlägigen DIN-Normen durchzuführen, insbesondere DIN EN ISO 17892 für die Laborversuche und DIN 18196 für die Bodenklassifikation. Zusätzlich sind die Vorgaben der DIN 4020 zum Umfang der Baugrunderkundung sowie die Empfehlungen des Arbeitskreises Baugrund (EAB) zu beachten.

Kann man Laborversuche im geotechnischen Bereich durch Feldversuche ersetzen?

Feldversuche wie Rammsondierungen oder Plattendruckversuche liefern wertvolle In-situ-Kennwerte, können Laborversuche jedoch nicht vollständig ersetzen. Nur im Labor lassen sich Bodenklassifikation, Zustandsgrenzen oder die Korngrößenverteilung exakt bestimmen. Beide Methoden ergänzen sich: Feldversuche zeigen das Verhalten im natürlichen Verband, während Laboranalysen die bodenphysikalischen Ursachen dafür liefern und die Grundlage für erdstatische Berechnungen bilden.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Augsburg und seinem Großraum.

Größere Karte ansehen