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Böschungsstabilitätsanalyse in Augsburg: Geotechnische Sicherheit für Hanglagen

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Ein Rotationslaser, der auf dem schmalen Grat oberhalb des Lechs justiert wird. Daran führt kein Weg vorbei, wenn wir die ersten Geländeprofile für eine Böschungsstabilitätsanalyse in Augsburg aufnehmen. Die Stadt liegt am östlichen Rand der Iller-Lech-Platte. Die Hänge zum Lechtal hin erreichen Höhenunterschiede von über 30 Metern auf kurzer Distanz. Genau diese Geometrie macht jeden Schnitt und jede Aufschüttung zum statischen System. Wir kombinieren die Feldaufnahmen mit unseren laborgestützten Scherversuchen. Die Ergebnisse aus Triaxialzelle und Rahmenschergerät liefern die effektiven Reibungswinkel und Kohäsionen, die in die Standsicherheitsberechnung einfließen. So wird aus einer topografischen Herausforderung ein berechenbarer Nachweis.

Ein rechnerischer Ausnutzungsgrad von μ > 1,0 in der FINALEN Phase ist kein akademisches Problem – es ist die Vorstufe einer Rutschung.

Methodik und Umfang

Augsburg zählt über 300.000 Einwohner und verzeichnet anhaltenden Siedlungsdruck auf die Hanglagen entlang der Lechleite. Die quartären Deckschichten aus Lösslehm und Niederterrassenschotter reagieren bei Wasserzutritt sofort. Wir sehen das regelmäßig in unseren Proben. Eine Böschungsstabilitätsanalyse in Augsburg muss diesen Schichtenaufbau zwingend berücksichtigen. Wir setzen auf die Finite-Elemente-Methode mit Scheibenscherparametern. Die Eingangswerte stammen aus direkten Scherversuchen nach DIN 18137-3. Das Grundwasser wird als stationäre Strömung modelliert. Bei bindigen Deckschichten ergänzen wir die Analyse mit Korngrößenanalysen und Atterberg-Grenzen. Die Standsicherheit wird für ständige, vorübergehende und außergewöhnliche Bemessungssituationen nach DIN EN 1997-1 nachgewiesen. Jeder Rechenlauf endet mit einem ausnutzungsgradbasierten Sicherheitsfaktor.
Böschungsstabilitätsanalyse in Augsburg: Geotechnische Sicherheit für Hanglagen
Technisches Referenzbild — Augsburg

Lokale Besonderheiten

In Augsburg sehen wir oft, dass Baugruben in der Niederterrasse ohne Vorböschung bis an die Grenze der Standsicherheit abgeböscht werden. Die sandig-kiesigen Böden der Lechablagerungen wirken standfest – bis sie es nicht mehr sind. Ein plötzlicher Starkregen, wie er im Alpenvorland im Sommer auftritt, sättigt die oberen zwei Meter in weniger als einer Stunde. Der Porenwasserdruck steigt sprunghaft an. Der effektive Spannungszustand kollabiert. Ohne eine Böschungsstabilitätsanalyse in Augsburg, die diesen Lastfall explizit rechnet, steht die gesamte Baugrube unter Wasser. Wir modellieren die transienten Sickerlinien mit Finite-Elemente-Ansätzen. Die hydraulische Leitfähigkeit wird im Labor an ungestörten Proben bestimmt. Dieser Aufwand schützt vor einem wirtschaftlichen Totalschaden.

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Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
RechenverfahrenFEM mit Spannungs-Dehnungs-Analyse
BruchkriteriumMohr-Coulomb, effektive Spannungen
SicherheitsformatDIN EN 1997-1, Nachweisverfahren 2
LastfallkombinationBS-P, BS-T, BS-A nach DIN 1054
WasserdruckansatzStationäre Strömung, Porenwasserdruck
Erforderliche Sicherheitμ ≤ 1,0 (GEO-2)
ScherparameterEffektiv: φ', c' aus Triaxial-/Rahmenscherversuch

Zugehörige Fachleistungen

01

Scherversuche im Labor

Bestimmung von effektivem Reibungswinkel φ' und Kohäsion c' im Triaxial- und Rahmenschergerät. Probenvorbereitung nach DIN 18137 an ungestörten Zylinderproben aus den Lech-Leite-Hängen.

02

Finite-Elemente-Modellierung

Numerische Simulation von Böschungen mit PLAXIS oder ZSoil. Berücksichtigung von Aushubphasen, Grundwasserabsenkung und Stützkonstruktionen. Ausgabe als standsicherer Nachweis.

03

Baugruben- und Geländesprungnachweise

Berechnung der Standsicherheit von Baugrubenböschungen nach DIN 4124. Nachweis gegen Böschungsbruch und hydraulischen Grundbruch bei Wasserhaltung im Kiesgrundwasserleiter.

Geltende Normen

DIN EN 1997-1:2014-03 (Eurocode 7: Entwurf, Berechnung und Bemessung), DIN 1054:2021-04 (Baugrund – Sicherheitsnachweise), DIN 18137-3:2002-09 (Baugrund – Untersuchung von Bodenproben – Bestimmung der Scherfestigkeit), DIN 4084:2021-04 (Gelände- und Böschungsbruchberechnungen), DIN 18196:2011-05 (Erd- und Grundbau – Bodenklassifikation)

Häufige Fragen

Welche Bodenparameter benötigen Sie für eine Böschungsstabilitätsanalyse in Augsburg?

Wir benötigen effektive Scherparameter (φ' und c') aus gestörten oder ungestörten Proben. Für die Lech-Leite-Hänge sind Wichten und Wassergehalte der quartären Deckschichten sowie die Korngrößenverteilung der Niederterrassenschotter maßgeblich. Diese ermitteln wir in unserem akkreditierten Labor.

Was kostet eine Böschungsstabilitätsanalyse in Augsburg?

Die Kosten liegen je nach Umfang zwischen €1.220 und €3.810. Eine einfache Baugrubenböschung mit einem Lastfall ist günstiger. Komplexe Geländesprünge mit Grundwassermodellierung und drei Bemessungssituationen liegen im oberen Bereich.

Welche Normen gelten für die Berechnung?

Die Berechnung erfolgt nach DIN EN 1997-1 in Verbindung mit DIN 1054. Für Baugruben gilt ergänzend DIN 4124. Die Scherparameter werden nach DIN 18137-3 bestimmt. Jeder Nachweis dokumentiert den Ausnutzungsgrad μ.

Berücksichtigen Sie Erdbebenlasten in Augsburg?

Ja, Augsburg liegt in der Erdbebenzone 0 nach DIN EN 1998-1/NA. In der Regel ist keine seismische Bemessung erforderlich. Sollte Ihr Projekt besondere Anforderungen haben, berechnen wir den Lastfall BS-A mit pseudo-statischen Ersatzlasten.

Wie lange dauert eine vollständige Analyse?

Die Feldaufnahme und Probenahme dauert einen Tag. Die Laborversuche benötigen etwa zwei Wochen. Die numerische Modellierung und Berichtserstellung nimmt eine weitere Woche in Anspruch. Insgesamt ist mit drei bis vier Wochen zu rechnen.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Augsburg und seinem Großraum.

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