Unser CPT-Raupengerät fährt an der Baugrube nahe dem Plärrer-Gelände vor – ein 20-Tonnen-Träger mit hydraulischem Niederhalter, der den Messkegel in den Augsburger Untergrund drückt. Die Piezocone-Spitze registriert kontinuierlich Spitzendruck, Mantelreibung und Porenwasserdruck, während wir durch die quartären Schotter der Lech-Niederterrasse und die tertiären Riedel-Schichten sondieren. In Augsburg treffen wir häufig auf verkarstete Zonen im Untergrund, die mit herkömmlichen Bohrverfahren schwer zu interpretieren sind – hier zeigt der CPT-Versuch seine Stärke durch eine lückenlose Drucksignatur. Die Messdaten laufen in Echtzeit auf unseren Monitor, jeder Horizontwechsel wird sofort sichtbar. Diese Effizienz brauchen Sie, wenn der Baugrund in der Fuggerstadt Überraschungen bereithält.
Die Piezocone-Sonde liefert alle 20 mm ein vollständiges Drucksignal – keine Lücken, keine gestörten Proben, nur die reale Reaktion des Augsburger Baugrunds.
Methodik und Umfang
In der Augsburger Niederterrasse sehen wir oft, dass der Spitzendruck auf den ersten sechs Metern stark schwankt – mal fester Schotter, dann wieder weiche Schlufflinsen aus alten Flutrinnen. Genau diese Wechsel erfasst der CPT-Versuch mit einem Messintervall von 20 Millimetern, was kein anderes Verfahren in dieser Auflösung leistet. Bei der Erkundung für Gründungspolster im Univiertel kombinieren wir die Sondierung mit einer
Korngrößenanalyse aus benachbarten Schürfen, um die Drucksignaturen zu kalibrieren. Die Porenwasserdruckmessung hilft uns, konsolidierende Schichten unter dem Lech-Schotter zu identifizieren – ein kritischer Punkt, bevor Sie eine
Baugrubenüberwachung einrichten. Unser Labor betreibt die Sonde mit einem Neigungsmesser, um Vertikalabweichungen unter 1 Grad zu halten, selbst wenn wir auf harte Nagelfluh-Bänke im Westen Augsburgs treffen.
Lokale Besonderheiten
Die kontinental geprägte Witterung in Augsburg mit plötzlichen Starkregenereignissen im Sommer setzt die feinkörnigen Schichten zwischen den Schotterkörpern unter erhöhten Porenwasserdruck – ein Zustand, den nur die Piezocone-Messung direkt abbildet. Trocknen die Böden im Spätsommer aus, verändern sich die Mantelreibungswerte signifikant. Wer nur auf Erfahrungswerte aus dem Münchner Raum setzt, unterschätzt die heterogenen Riedel-Schichten, die in Augsburg bereits ab acht Metern Tiefe anstehen können. Ein falsch interpretiertes Drucksignal führt zu überdimensionierten Pfahlgründungen oder – schlimmer – zu unerwarteten Setzungen unter der Bodenplatte. Die CPT-Sondierung reduziert dieses Risiko, weil sie Ihnen ein quasi-sedimentologisches Profil des Untergrunds liefert, bevor der erste Bagger anfährt.
Häufige Fragen
Welche Tiefe erreicht der CPT-Versuch in den Augsburger Schottern?
In den quartären Lech-Schottern erreichen wir mit unserem 20-Tonnen-Raupengerät in der Regel Sondiertiefen von 15 bis 20 Metern. Die Nagelfluh-Horizonte im Westen Augsburgs begrenzen die Eindringung gelegentlich auf etwa zwölf Meter. Wir prüfen vor Ort kontinuierlich den Spitzendruck und brechen die Sondierung ab, sobald 25 MPa überschritten werden, um die Piezocone-Spitze nicht zu beschädigen.
Was kostet eine CPT-Sondierung in Augsburg?
Für eine Standardsondierung bis 15 Meter Tiefe liegen die Kosten zwischen 170 und 210 Euro pro Sondierpunkt, abhängig von der Zugänglichkeit des Geländes und der erforderlichen Tiefe. Mob- und Demob-Pauschale für das Raupengerät innerhalb des Stadtgebiets Augsburg rechnen wir mit 150 Euro. Bei mehr als fünf Sondierungen an einem Tag staffeln wir die Einzelpreise.
Benötige ich zusätzliche Aufschlüsse neben dem CPT?
Der CPT liefert keine Bodenproben zur Klassifikation. In Augsburg empfehlen wir, die Drucksondierung mit mindestens einer Schürfgrube oder einer Rammkernbohrung zu kombinieren, um die Drucksignaturen mit der tatsächlichen Kornverteilung der Riedel-Schichten zu kalibrieren. Unser Labor bietet diese Kombination als Paket an.
Ist der CPT-Versuch auch im Auenlehm der Lech-Niederung aussagekräftig?
Ja, gerade in den weichen Auenlehmen und organischen Schichten der Lech-Niederung liefert die Porenwasserdruckmessung des CPTu entscheidende Hinweise auf den Konsolidierungszustand. Wir fahren die Sonde mit reduzierter Geschwindigkeit und führen nach Erreichen der undrainierten Schicht einen Dissipationstest durch, um die Setzungsempfindlichkeit zu quantifizieren.